Therapeutische Angebote im Haus

Im Vordergrund der Hilfemaßnahme stehen die Herstellung der für das Kind optimalen Entwicklungsbedingungen, die pädagogische Lenkung des Kindes in seinem Verhalten und der Aufbau seiner sozialen Kompetenzen sowie der Fähigkeit sich in gesellschaftlichen Systemen zu integrieren. Darüber hinaus steht in der Einrichtung ein breites Spektrum therapeutischer Angebote zur Verfügung, das bei Bedarf in den Hilfeprozess integriert wird. Ausgangspunkt hierzu sind entsprechende diagnostische Maßnahmen, um indizierten Bedarf an psychologischen oder therapeutischen Interventionen festzustellen, z.B. Schulleistungstests, LRSDiagnostik, u.a. Zur Intervention stehen entsprechende Förderprogramme für Leserechtschreibschwäche, anderweitige Teilleistungsstörungen, sowie spezifischer Schwächen in schulischen Bereichen zur Verfügung. Des Weiteren werden Konzentrationstrainings, Entspannungsverfahren, Feinmotoriktraining und körpertherapeutische Angebote, von Massagen über Körperwahrnehmungsübungen bis hin zu dem Training spezifischer Körperfunktionen eingesetzt. Bei spezifischem Bedarf wird darüber hinaus auf die Kooperation mit externen Fachstellen, Logopäden, Traumatherapeuten, psychologischen Psychotherapeuten und psychiatrischen Fachpraxen zurückgegriffen. Die medizinische und medikamentöse Versorgung wird zentral durch eine Mitarbeiterin der Einrichtung im Blick gehalten und organisiert.

Bei vielen der aufgenommenen Kinder und Jugendlichen wurde zuvor die Diagnose ADHS gestellt und eine medikamentöse Behandlung bzw. medikamentös unterstützte Verhaltensregulation vorgenommen. Im Sinne der für die Kinder und Jugendlichen anvisierten maximalen Normalität wird auch diesbezüglich die Normalität angestrebt. D.h. es wird stets versucht, die Betreuten mit möglichst geringer bzw. idealer Weise gänzlich ohne Medikation auskommen zu lassen. Medikamentöse Veränderungen erfolgen grundsätzlich in Absprache mit den Eltern sowie auf Basis entsprechender medizinischer Untersuchungen und unter Aufsicht einer kinderpsychiatrischen Fachpraxis. Aufgrund der innerhalb der Hilfemaßnahme im Vergleich zu einer Familie leistbaren intensiven Betreuung kann in den meisten Fällen auf die Medikation verzichtet werden und den Betreuten die Belastung durch die Nebenwirkungen wie auch die mit der Medikation verbundene Stigmatisierung genommen werden.

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